raeume

Samstag, 4. Juni 2011

ausgelöscht

und kann nicht reisen, da mir die gelder fehlen -

was das bedeuten mag, für die nächsten jahre: nicht reisen können, gebunden sein in diese stadt, diese landschaft -

nicht sehen sprechen die menschen, die ich sah sprach, einige jahre von hier, in fremden städten, einem fremden land -

ich kann nicht reisen, weil mir die gelder fehlen -

Johan Jan van Velde
4. juni 2011

Samstag, 18. Dezember 2010

was bleibt

die Spuren von Rost im Schnee, ein Schlitten -
heute morgen, ein klarer Morgen -

die Bäume im Morgenlicht; und war Schnee auf den Zweigen den Ästen, und ist -

die Sonne, und tief am Himmel -

was bleibt, aber, von meiner Biographie, in dieser Kälte,
mit diesem Hunger -

Spuren von Rost im Schnee, ein Schlitten, die Tage meiner Kindheit - und diese Welt, sie ist nicht zugänglich mehr, nicht mit den Geldern, die sie geben -

-

und wieder dies fragen, wie handeln, aus den Räumen heraus, die sie sagen für mich: schon eine Briefmarke,
0.55 Taler, ein Abentheuer -

eine Wollmütze, ein Hemd aus Flanell -

Wie kalt es ist. Wie allein ich bin.

Sonnabend, 18. Dezember 2010
Jan Johan van Velde

Donnerstag, 16. Dezember 2010

raeume

die Bibliothek da, wo ich einst lebte, für einige Jahre:

ein Portrait dieser Bibliothek in einem Sammelband: und ich
kann nicht reisen, habe keine Gelder zu reisen:
zurück in meine Welt von damals, die mir Heimat war
und vielleicht noch ist -

die Gesellschaft bindet mich in eine Welt von wenigen Kilometern, bindet mich in eine Stadtlandschaft,
macht mich: allein -

und habe kein Geld, und kann nicht reisen -

16. Dezember 2010
Jan Johan van Velde

Freitag, 3. Dezember 2010

ein Besen ohne Stiel

und ich gehe über einen Weihnachtsmarkt - und wie deutlich dieser Bruch in meiner Biographie; der Weihnachtsmarkt, das ist eine Welt, die mir verschlossen ist, jetzt, und war doch: ein so sehr schöner Teil meiner Welt, Jahre von hier -

Sie sagen eine Grenze, 359 Taler, und ist: eine Ausbürgerung, eine Infragestellung meines Menschseins
in der Gesellschaft, ein Festfrieren in eine Unbeweglichkeit, eine Unmöglichkeit, sinnvoll in die Gruppe in die Gesellschaft hinein zu handeln -

und ich gehe, gehe -

-

ein Laden, ein Besen dann, ohne Stiel,
3.99 Taler

Samstag, 27. November 2010

austauschen

ein basar in der Vorweihnachtszeit - und kann mich nicht austauschen mit ach all jenen, die da waren, und wie
schöne, die Sachen die Kuchen der Thee -

und ich habe keine Gelder, und waren Bücher, und
Gestricktes Genähtes, wie schöne -

und kann mich nicht austauschen mit jenen, und ist Heimat, auch, jener soziologischer Raum: wie fremd
ich war, mit jenen Menschen, in einem Raum, den
ich mir als: den meinen, auch, sage -

Jan Johan van Velde
27. November 2010

von tag zu tag

von Tag zu Tag, ein Sein finden in einem neuen Tag -
und nicht, ein Sein finden, in dieser Gesellschaft -

Jan Johan van Velde
27. November 2010
logo

blatt und

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

Johan Jan van Velde
für Thea und für Lisa und für Caitleen und für Svantje,...
Frieder - 5. Jun, 22:46
ausgelöscht
und kann nicht reisen, da mir die gelder fehlen - was...
Frieder - 4. Jun, 23:22
die erste mahd
in den Parks die Wiesen - der Schwung, der Waldrand: das...
Frieder - 3. Jun, 23:52
wie weiter -
ach Svantje, was ist das: schreiben - schreiben,...
Frieder - 3. Jun, 10:59
brmut - ein kollektives...
Leserin, Leser – und, Ev Lisa, Svantje, Thea Maren,...
Frieder - 3. Jun, 10:50

Suche

 

Status

Online seit 5545 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 5. Jun, 22:58

Credits


archiv
blatt und, weblog, I
blatt und, weblog, II
blatt und, weblog, III
blatt und, weblog, IV
gehen
Jan Johan van Velde
lyrik, a
lyrik, b
politische prosa
prosa
raeume
soziologie von gruppen
tagebuch
wirklichkeit
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren