tagebuch
in den Parks die Wiesen -
der Schwung, der Waldrand:
das Heu -
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und, schon, eine erste Mahd, gerade Reihen, und eine, die drum herum mit den Rechen vielleicht, und sah den Schwung dieser Linie, die den Waldrand nachzeichnete -
fahle Farben, in all den Grüns, dem Blau, dieses Sommer Abends -
eine Weite, die ich sah, und die Arbeit von Menschen,
merkwürdig genug, und ich sah, und schaute, und ich
kehrte zurüke, schaute ein zweites Mal -
wie schwer zu schreiben, Katharina, und schreibe, ich kann nicht reisen, mir fehlen die Gelder -
Wiesen in meine Erinnerungen, Farben über den Halmen, ganze Talflächen in gelb - viele Tagesreisen von hier, aber mit den Bahnen gut zu erreichen: mag sein, ich werde sie nicht wiedersehen; mir fehlen die Gelder -
Museen, mit Bildern, vom Heuen, ich kann diese Bilder nicht sehen, mir fehlen die Gelder; auch Bücher, selbst antiquarisch:
mir fehlen die Gelder -
wie leben, mit diesem Wissen: wie leben -
Menschen von weit her, in den Museen dieser Stadt, und ich, der ich hier wohne: kann die Bilder nicht sehen: mir fehlen die Gelder -
was ist das für eine Gesellschaft, die die Einzelne, den Einzelnen nicht achtet -
Jan Johan van Velde
3. Juni 2011
Veèl -
und gehe durch die Stadt, und gehe, gehe:
wie schwach ich bin -
und ist ein Aufenthalt nirgends,
wie, bleiben -
und es gibt keinen Zusammenhang, in dem ich stehe mit diesen Welten: die Gelder, die sie mir geben, unmöglichen das: Exklusion, das ist die Auslöschung meines gesellschaftlichen sozialen Wesens, das ist die Auslöschung meines Menschseins -
und erschrecke vor meinem Schreiben -
Jan Johan van Velde
30. Mai 2011
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für alle: ach, und -
welch ein Tag, und bin matt und müde, zerschlagen und kraftlos -
A
ein Marienkäfer auf dem Gartenzaun meiner Kinderärztin, denken Sie nur - aus der Zeit, denke ich, der Zaun, Holz Streben, grün gestrichen, abblätternde Farbe, und das Barock Gelb des kleinen Hauses - die Sandsteinplatten auf dem Weg zur Tür - und ich erinnere mich an die kleinen Stühle, Tische; Bücher gab es -
B
ein Lied, Paul Gerhardt, Geh aus mein Herz, in jener Kirche die ich so mag: und gelang nicht, ich sang nicht mit -
und weiss noch, in der Grund Schule, denke ich, haben wir das Lied schon gesungen -
Erinnerungen, weit zurück: ach Teal Te'Elle, welch ein Tag -
C
Pfingstrosen, einige in jenen Stunden der Erfüllung, weisse Pfingstrosen, pivoines blanches -
fassungslos, fast ohne ein Verständnis, vor diesen Blumen,
sie, in den Gärten vieler Häuser -
und gehörten zu meinem Leben, pivoines blanches, viele Jahre lang, in Vasen, im Schenken - und jetzt, ohn ein haben, in meinem Leben -
und beugte mich hinunter, ein zwei Blüten, durch den Zaun,
und dufteten schwach -
wie grausam diese Gesellschaft ist, und schrieb es -
D
Ateliers waren geöffnet, über einen Stadt Teil hinweg, Künstlerinnen und Künstler, gaben ihre Ateliers in ein:
offen, und ich wurde empfangen von Malerinnen, Malerinnen: Elam -
ach Elam El'Elle, welch ein Tag -
Bilder, Malerei, mit Eitempera gemalt, und war schöne, Veal - und ich weiss noch, wie ich Pigmente kaufte, einige Jahre von hier, und um Gottes willen, wie teuer sie waren, und dann, Leinöl, Ei - irgendwie klassisch,
Jahre ist das her, Versuche nur, kein Eigenes dann -
und das war einige Jahre von hier, und jetzt: ist es so sehr schwierig, unmöglich eigentlich, Farbstifte in Mauve und Smalte zu haben, Gelder auszugeben für Farbstifte, und ein
Fenchel, Vitamine und kein: Abendessen, 63 Heller -
und danke! für den Kuchen, Malerinnen -
jetzt, da ich schreibe, eine Erinnerung: ein Lied, Richard Strauss, etwa, Schlechtes Wetter, Text dann auch: sie will einen Kuchen backen: ich war im Saal, ein altes Kloster: einige Jahre und jetzt viele Meilen von hier -
E
und ich schrieb es, und gelang nicht: singen, Paul Gerhardt,
Geh aus mein Herz, und suche Freud, morgens, in der Kirche,
die ich so mag -
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welch ein Tag, Compagnie -
und wie tief das sitzt, ein Bäcker auf Reisen, aus London, einige Jahre von hier, die Schweiz: er, aus seinem Koffer,
ein kleines Radio: it gives me company, auch er, ein Bäcker auf Reisen: seelenallein -
und war Thé, aber -
und war schöne: danke, Saal Töchter -
für die Compagnie, Jan Johan
Jan Johan van Velde
29. Mai 2011
Thea in, Teal;
Jan Johan van Velde
30. Mai 2011
Veal -
denken Sie nur, und muss Gelder erbitten schon für die Möglichkeit, zu gehen: denken Sie nur -
ein gesundes Schuhwerk, gut verarbeitet, und zwei Paar
davon, zum Wechseln: ja jene Schuhe, und sind von den Geldern, die sie mir geben, nicht zu bezahlen: Veal Ve'Elle,
denken Sie nur -
und Gelder für neue Absätze, dass die Gelenke nicht leiden,
kaum -
fassungslos, Johan Jan
Jan Johan van Velde,
29. Mai 2011,
eine Fassung geschrieben, 28. Mai 2011
Lisa in, Veal
30. Mai 2011
Veal -
lies wie schwach ich bin in meinem Gehen, und bin: ach fast ohne Mut, und: ist es nicht Sommer, und Sie und Ich, wir sagen: ja, es ist Sommer -
wie schwach ich bin in meinem Gehen, ohne Mut, und ist
es nicht Sommer: ja, es ist Sommer -
Jan Johan
Jan Johan van Velde,
29. Mai 2011
Lisa in, Veal
30. Mai 2011
Jan Johan van Velde
Elav -
heute morgen sehr hungrig; fünf Scheiben
Roggenbrot, Aprikosen Marmelade; Pfefferminztee.
Elav, du thé, und ist, aber, jeden Morgen,
Roggenbrot, Marmelade - und ich vertrage
Weizen nicht, kaum Hafer -
Johan
Jan Johan van Velde
28. Mai 2011
Talke in Etam,
30. Mai 2011
Teal,
doch noch -
jenes Schaf, liegend, und war: herzig, würde man in der Schweiz schreiben, yö - und dabei so wunderbar gearbeitet, ein recht junges Schaf -
ist nicht mehr im Programm, und war in den vergangenen Monaten
oft dagewesen, im Laden, und hatte es angeschaut, und hatte keine
Gelder, vielleicht auch nicht den Mut, es zu: kaufen -
was ist das, liebhaben, für ein kleines Kind, und für mich, van Velde:
ich wäre nicht so allein gewesen, etwa -
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was ich bisher nicht schrieb, Teal: verlieben, ich, van Velde,
nicht mit den Geldern, die sie mir geben: und ist Grauen, Grauen -
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Johan Jan van Velde,
27. Mai 2011
Marie - Louise, in, Teal;
30. Mai 2011
Veal,
heute ging ich nicht jene Wege, die ich ging in den
vergangenen Tagen; mag sein, der Schmerz war zu gross: ach all die Pfingstrosen in den Gärten, die noch kleinen Kugeln, sich öffnende Blüten, dann: in der Stunden der Erfüllung, pivoines blanches -
wie oft habe ich sie verschenkt, in Jahren, und wie fern sind sie jetzt, hinter Zäunen: Zäunen -
und kann sie mir nicht kaufen, auf dem Blumenmarkt, in den Läden, und habe keine Gelder -
was ist das, leben, was heisst: sich finden in einer Gesellschaft, sein Selbst finden entwickeln teilen und wiederum, finden, entwickeln -
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was ist das für ein Leben, und habe kein Geld, um zu schenken, um Blumen zu schenken -
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Veal, bitte, grüssen Sie Etam: wie kühl es heute ist, geregnet hat es, einige Male, und recht deutlich: bedeutsam für jene, die gärtnern, waren doch der ausgehende Winter und der Frühling zu trocken -
und ich, van Velde, wurde erinnert, so kühl war es, an den Winter der war, und mein Hoffen Bemühen um ein Flanellhemd, das dann war, recht spät im Winter -
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schreiben, um mich zu sagen; schreiben, um nicht zugrunde zu gehen, mag sein -
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Jan Johan van Velde
27. Mai 2011
Marie - Luise, in,
Veal; Talke, in, Etam, 30. Mai 2011;
Jan Johan van Velde
30. Mai 2011
verändert; nicht mehr,
, die ja Gärtnerin ist:
verändert; nicht mehr,
schön für jene; bedeutsam für jene
30. Mai 2011