tagebuch

Freitag, 3. Juni 2011

die erste mahd

in den Parks die Wiesen -

der Schwung, der Waldrand:
das Heu -

_

und, schon, eine erste Mahd, gerade Reihen, und eine, die drum herum mit den Rechen vielleicht, und sah den Schwung dieser Linie, die den Waldrand nachzeichnete -
fahle Farben, in all den Grüns, dem Blau, dieses Sommer Abends -
eine Weite, die ich sah, und die Arbeit von Menschen,
merkwürdig genug, und ich sah, und schaute, und ich
kehrte zurüke, schaute ein zweites Mal -

wie schwer zu schreiben, Katharina, und schreibe, ich kann nicht reisen, mir fehlen die Gelder -

Wiesen in meine Erinnerungen, Farben über den Halmen, ganze Talflächen in gelb - viele Tagesreisen von hier, aber mit den Bahnen gut zu erreichen: mag sein, ich werde sie nicht wiedersehen; mir fehlen die Gelder -

Museen, mit Bildern, vom Heuen, ich kann diese Bilder nicht sehen, mir fehlen die Gelder; auch Bücher, selbst antiquarisch:
mir fehlen die Gelder -

wie leben, mit diesem Wissen: wie leben -

Menschen von weit her, in den Museen dieser Stadt, und ich, der ich hier wohne: kann die Bilder nicht sehen: mir fehlen die Gelder -

was ist das für eine Gesellschaft, die die Einzelne, den Einzelnen nicht achtet -

Jan Johan van Velde
3. Juni 2011

Montag, 30. Mai 2011

gehen

Veèl -

und gehe durch die Stadt, und gehe, gehe:
wie schwach ich bin -

und ist ein Aufenthalt nirgends,
wie, bleiben -

und es gibt keinen Zusammenhang, in dem ich stehe mit diesen Welten: die Gelder, die sie mir geben, unmöglichen das: Exklusion, das ist die Auslöschung meines gesellschaftlichen sozialen Wesens, das ist die Auslöschung meines Menschseins -

und erschrecke vor meinem Schreiben -

Jan Johan van Velde
30. Mai 2011

Sonntag, 29. Mai 2011

welch ein Tag -

-
-
-
-
für alle: ach, und -

welch ein Tag, und bin matt und müde, zerschlagen und kraftlos -

A
ein Marienkäfer auf dem Gartenzaun meiner Kinderärztin, denken Sie nur - aus der Zeit, denke ich, der Zaun, Holz Streben, grün gestrichen, abblätternde Farbe, und das Barock Gelb des kleinen Hauses - die Sandsteinplatten auf dem Weg zur Tür - und ich erinnere mich an die kleinen Stühle, Tische; Bücher gab es -

B
ein Lied, Paul Gerhardt, Geh aus mein Herz, in jener Kirche die ich so mag: und gelang nicht, ich sang nicht mit -
und weiss noch, in der Grund Schule, denke ich, haben wir das Lied schon gesungen -

Erinnerungen, weit zurück: ach Teal Te'Elle, welch ein Tag -

C
Pfingstrosen, einige in jenen Stunden der Erfüllung, weisse Pfingstrosen, pivoines blanches -

fassungslos, fast ohne ein Verständnis, vor diesen Blumen,
sie, in den Gärten vieler Häuser -

und gehörten zu meinem Leben, pivoines blanches, viele Jahre lang, in Vasen, im Schenken - und jetzt, ohn ein haben, in meinem Leben -

und beugte mich hinunter, ein zwei Blüten, durch den Zaun,
und dufteten schwach -

wie grausam diese Gesellschaft ist, und schrieb es -

D
Ateliers waren geöffnet, über einen Stadt Teil hinweg, Künstlerinnen und Künstler, gaben ihre Ateliers in ein:
offen, und ich wurde empfangen von Malerinnen, Malerinnen: Elam -

ach Elam El'Elle, welch ein Tag -

Bilder, Malerei, mit Eitempera gemalt, und war schöne, Veal - und ich weiss noch, wie ich Pigmente kaufte, einige Jahre von hier, und um Gottes willen, wie teuer sie waren, und dann, Leinöl, Ei - irgendwie klassisch,

Jahre ist das her, Versuche nur, kein Eigenes dann -
und das war einige Jahre von hier, und jetzt: ist es so sehr schwierig, unmöglich eigentlich, Farbstifte in Mauve und Smalte zu haben, Gelder auszugeben für Farbstifte, und ein
Fenchel, Vitamine und kein: Abendessen, 63 Heller -

und danke! für den Kuchen, Malerinnen -
jetzt, da ich schreibe, eine Erinnerung: ein Lied, Richard Strauss, etwa, Schlechtes Wetter, Text dann auch: sie will einen Kuchen backen: ich war im Saal, ein altes Kloster: einige Jahre und jetzt viele Meilen von hier -

E
und ich schrieb es, und gelang nicht: singen, Paul Gerhardt,
Geh aus mein Herz, und suche Freud, morgens, in der Kirche,
die ich so mag -

_


welch ein Tag, Compagnie -

und wie tief das sitzt, ein Bäcker auf Reisen, aus London, einige Jahre von hier, die Schweiz: er, aus seinem Koffer,
ein kleines Radio: it gives me company, auch er, ein Bäcker auf Reisen: seelenallein -

und war Thé, aber -
und war schöne: danke, Saal Töchter -

für die Compagnie, Jan Johan

Jan Johan van Velde
29. Mai 2011

Thea in, Teal;
Jan Johan van Velde
30. Mai 2011

gehen

Veal -

denken Sie nur, und muss Gelder erbitten schon für die Möglichkeit, zu gehen: denken Sie nur -

ein gesundes Schuhwerk, gut verarbeitet, und zwei Paar
davon, zum Wechseln: ja jene Schuhe, und sind von den Geldern, die sie mir geben, nicht zu bezahlen: Veal Ve'Elle,
denken Sie nur -
und Gelder für neue Absätze, dass die Gelenke nicht leiden,
kaum -

fassungslos, Johan Jan

Jan Johan van Velde,
29. Mai 2011,
eine Fassung geschrieben, 28. Mai 2011
Lisa in, Veal
30. Mai 2011

in einem Garten, Eisenhut

Veal -

lies wie schwach ich bin in meinem Gehen, und bin: ach fast ohne Mut, und: ist es nicht Sommer, und Sie und Ich, wir sagen: ja, es ist Sommer -
wie schwach ich bin in meinem Gehen, ohne Mut, und ist
es nicht Sommer: ja, es ist Sommer -

Jan Johan

Jan Johan van Velde,
29. Mai 2011
Lisa in, Veal
30. Mai 2011
Jan Johan van Velde

Samstag, 28. Mai 2011

hungrig

Elav -

heute morgen sehr hungrig; fünf Scheiben
Roggenbrot, Aprikosen Marmelade; Pfefferminztee.

Elav, du thé, und ist, aber, jeden Morgen,
Roggenbrot, Marmelade - und ich vertrage
Weizen nicht, kaum Hafer -

Johan

Jan Johan van Velde
28. Mai 2011
Talke in Etam,
30. Mai 2011

Freitag, 27. Mai 2011

doch noch

Teal,

doch noch -

jenes Schaf, liegend, und war: herzig, würde man in der Schweiz schreiben, yö - und dabei so wunderbar gearbeitet, ein recht junges Schaf -

ist nicht mehr im Programm, und war in den vergangenen Monaten
oft dagewesen, im Laden, und hatte es angeschaut, und hatte keine
Gelder, vielleicht auch nicht den Mut, es zu: kaufen -

was ist das, liebhaben, für ein kleines Kind, und für mich, van Velde:
ich wäre nicht so allein gewesen, etwa -

_

was ich bisher nicht schrieb, Teal: verlieben, ich, van Velde,
nicht mit den Geldern, die sie mir geben: und ist Grauen, Grauen -

_

Johan Jan van Velde,
27. Mai 2011
Marie - Louise, in, Teal;
30. Mai 2011

pivoines blanches

Veal,

heute ging ich nicht jene Wege, die ich ging in den
vergangenen Tagen; mag sein, der Schmerz war zu gross: ach all die Pfingstrosen in den Gärten, die noch kleinen Kugeln, sich öffnende Blüten, dann: in der Stunden der Erfüllung, pivoines blanches -

wie oft habe ich sie verschenkt, in Jahren, und wie fern sind sie jetzt, hinter Zäunen: Zäunen -

und kann sie mir nicht kaufen, auf dem Blumenmarkt, in den Läden, und habe keine Gelder -

was ist das, leben, was heisst: sich finden in einer Gesellschaft, sein Selbst finden entwickeln teilen und wiederum, finden, entwickeln -

-

was ist das für ein Leben, und habe kein Geld, um zu schenken, um Blumen zu schenken -

-

Veal, bitte, grüssen Sie Etam: wie kühl es heute ist, geregnet hat es, einige Male, und recht deutlich: bedeutsam für jene, die gärtnern, waren doch der ausgehende Winter und der Frühling zu trocken -

und ich, van Velde, wurde erinnert, so kühl war es, an den Winter der war, und mein Hoffen Bemühen um ein Flanellhemd, das dann war, recht spät im Winter -

_

schreiben, um mich zu sagen; schreiben, um nicht zugrunde zu gehen, mag sein -

_


Jan Johan van Velde
27. Mai 2011


Marie - Luise, in,
Veal; Talke, in, Etam, 30. Mai 2011;
Jan Johan van Velde
30. Mai 2011
verändert; nicht mehr,
, die ja Gärtnerin ist:
verändert; nicht mehr,
schön für jene; bedeutsam für jene
30. Mai 2011
logo

blatt und

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

Johan Jan van Velde
für Thea und für Lisa und für Caitleen und für Svantje,...
Frieder - 5. Jun, 22:46
ausgelöscht
und kann nicht reisen, da mir die gelder fehlen - was...
Frieder - 4. Jun, 23:22
die erste mahd
in den Parks die Wiesen - der Schwung, der Waldrand: das...
Frieder - 3. Jun, 23:52
wie weiter -
ach Svantje, was ist das: schreiben - schreiben,...
Frieder - 3. Jun, 10:59
brmut - ein kollektives...
Leserin, Leser – und, Ev Lisa, Svantje, Thea Maren,...
Frieder - 3. Jun, 10:50

Suche

 

Status

Online seit 5545 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 5. Jun, 22:58

Credits


archiv
blatt und, weblog, I
blatt und, weblog, II
blatt und, weblog, III
blatt und, weblog, IV
gehen
Jan Johan van Velde
lyrik, a
lyrik, b
politische prosa
prosa
raeume
soziologie von gruppen
tagebuch
wirklichkeit
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren