Dienstag, 31. Mai 2011

doch noch

lycée -
und für Vlev, Veal, Teal, Leel -

sagen wir so, und Börne oder Heine mögen zustimmen -
undenkbar, das Schreiben, in: censuriert, vom 31. Mai 2011 -
undenkbar in den dreissiger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts -

( Heute in den Journalen, das Hambacher Schloss - 1848, wir erinnern uns alle, oder war es doch 1830: eine Erweiterung dessen, was war, und gelang nicht: Burgen sind Burgen, Rückzugsmöglichkeiten für wenige in Kriegszeiten, auch:
Zeichen von Herrschaft, Abhängigkeit: warum jenes Geschehen durch neue Architektur: bekräftigen? )

Jan Johan van Velde
31. Mai 2011

censuriert

Wenn ein ganzes Parlament gegen das Leben entscheidet, wie vor einigen Monaten, die Gelder -

ob nicht, jene Entscheidungen, ob nicht schon die Veränderung der Sozialgesetzgebung einige Jahre zurück: vielleicht die kollektive Gewaltphantasie einer politischen Oligarchie gegen eine ganze Gesellschaft? Was sagt die Forschung?

Jan Johan van Velde
31. Mai 2011

merkwürdig genug,

lies, Vlev –


Heute, am frühen Abend, in einem ruhigen Stadtteil, auf einem Gartenzaunpfeiler, zwei Schnecken mit Gehäuse, Moose grasend, so sah ich sie, unter einem alten, über den Weg strahlenden Holderbusch, auf dem Pfeiler einzelne Blüten wie Sterne. Es hatte geregnet. Ich blieb stehen. Die Farben der Häuser, weiß, gebrochen weiß, braun, schwarz. Spiralnebel fielen mir ein: die Gehäuse –

Vlev, und sie glitten ruhig, und grasten Moose.

Auf dem Pfeiler eines Gartenzaunes, etwa in Höhe meines plexus solaris, denken Sie sich nur –
Ein Pfeiler, gemauert aus Backsteinen, eine ebene, recht große Fläche dann oben.

Darf man Schnecken umsetzen? Wie sie wohl hinauf gekommen waren –

Ach Vlev, ich habe noch vor ganz wenigen Jahren eine Schnecke umgesetzt, sie war eine Buche hinauf gewandert vielleicht, und jetzt, denke ich: sie wollte grasen, Rinde mag sein, vielleicht Moose, die wir nicht so leicht sehen –
Ich nahm die Schnecke, setzte sie auf den Boden, weil ich
dachte, sie habe sich verlaufen, Vlev –

Und jetzt, da ich schreibe, waren kaum Gras kaum Kräuter, da, wo ich die Schnecke niedersetzte; ich dachte, Hauptsache, sie kann nicht hinunter fallen, und: sie findet wieder nach Hause –
Ach Teal, wo hat eine Schnecke ihr Zuhause – jetzt, aber sie hat es dabei? Was ist das, Heimat -

Und ich konnte mich, heute, lange nicht trennen, von jenen beiden Schnecken, und ging, und sagte: Auf Wiedersehen, und: adé, von, á dieu –

Darf man Schnecken umsetzen?

Ach Veal, ich erinnere mich, wir waren vielleicht vier, fünf Jahrealt, Kinder – der Duft einer Wildnis, die Wärme des Sommers,Schnecken und wir: ich denke, wir haben Schnecken umgesetzt, und ich eben auch: Denken Sie nur, werden Sie sagen, Veal, wiegenau Sie sich erinnern, und tief das sitzen mag, Jan: und waren vier, fünf Jahre alt:

Darf man Schnecken umsetzen?

So frage ich weiter, Johan Jan van Velde. Und bin zaubert, so
ungewöhnlich jenes Geschehen: zwei Schnecken mit Haus auf dem Pfeiler eines Gartenzaunes, er, gemauert aus Backsteinen, eine ebene, recht große Fläche dann oben – und Moose, das sah ich genau, ich denke, sie grasten, etwa so: Vlev –

Eigentlich nicht, meine ich, Jan.

Aber ich war ja noch klein, sagen Sie, alle: und danke für Ihren Zuspruch! Jetzt, mag sein, Erinnerungen, wenn Schnecken über Halme wandern gleiten, ob das nicht scharf sei, so etwa? Warum haben wir Schnecken umgesetzt, wir Kinder – nicht weit, wir blieben in der Hocke dabei, etwa, dies, meine Erinnerungen –

Jetzt, Erinnerungen, wenige Jahre zurück, von einem Gehweg etwa, in den Garten zurück, dies meine Erinnerungen, vielleicht, aber, ließ ich sie wandern: ich weiß es nicht mehr –

Mag sein, auch auf Gehweg Steinen, an den Rändern, Moose etwa, die wir nicht sehen – also lieber wandern lassen? Mag sein, ach, Lycée –

Dann heute, über den Weg, eine Schnecke mit Haus, ein gelbes Haus, sie, mitten auf dem Weg, nicht zu übersehen für Fußgänger, was aber, wenn Fahrrad Fahrer –

Darf man Schnecken umsetzen?

Sie sagen, wir waren ja noch klein, etwa, und wir haben es nicht schlimm gemeint, und vielleicht waren kantige Gräser, Halme nahe –

Mag sein, die schöne Form der Häuser, die Farben: schauen,
wir Kinder, und: be greifen, das Zauberische fassen, so etwa,
vielleicht –

Sagen wir so, jene frühe Erinnerung: die Schnecken blieben in
der Nähe, fanden sich, so denke ich, wieder, und eben, alles
auf engem Raum, so etwa –

Darf man Schnecken umsetzen?

Was ist das, leben, Vlev Deel, sag doch, sag. Merkwürdig genug, ich bin nicht beruhigt, befreit, nach diesem Schreiben, verändert ein wenig sicherlich, ein leises Lächeln liegt auf meinen Zügen, jetzt, da ich schreibe, merkwürdig genug: danke, Vlev Vlev’Elle.

Vielleicht so: was geschah, geschah. Und jetzt: mag sein, Schnecken grasen Moose und, danke für Ihr Lachen, so verstehe ich Sie, Lycée, Lesende –

Mag sein, ich werde Forschende fragen über Schnecken mit Häusern, wie sie: leben –

Gute Nacht, Lycée!

Und schrieb, Johan Jan van Velde,
am Dienstag, 31. Mai 2011.

fragen, ob dein Fühlen gildet

etwa, 2002 / 2003
jenes: Dein, Du, das ist das
lyrische Ich, sagen wir so:
van Velde -


fragen, ob Dein Fühlen gildet


fragen, ob Dein Fühlen gildet
wenn Du gehst, vom Da ins Hier –
ob ein Ton sei, und Textur sich bildet:
Wege-was vom Ich zum Wir . . .


fremd, so trägst Du Deine Hoffnung durch die Beeren
- wo du hinwillst, bist Du nicht zuhaus -
weißt Alleinsein, weißt nicht: ist es umzukehren –
Anderleuchten, und war lautre Schöne: aus -


Du gib nicht auf, das was da ist: Dein eigen!
und guck, Kakao schwappt über in den Raum –
was mit Genauigkeit Dein wahr sei, sollst Du zeigen:
sag leichten Wind und Hauche, sag nicht: kaum -


Einback - ja gut, und da hast Du Dich
anders entschieden, und war ein Wandern wie nie –
elementarer Einschnitt, Lyrik oder Prosa, so etwa –
und jetzt - ? Zwiebackzeiten, neu im Kommen,
die darfst Du Dir glauben wie Deinen lyrischsten Momenten –
. . . . . .
haltlos, aber, geht dein Blick zu Rande -


Alte Eichen
Schwung und Linie geben einen Park –
liegt ein Zauber in Lampions . . .
Tinten, aber, hat der Himmel: alle. Zeichen
schau, in Scherben
wie von ferne
kostbar

deine ganz persönliche Fayence . . . .

allein

an diesem Morgen,

eine Aussichtslosigkeit in meinem Sein, ein: in ein enden,
ein gesellschaftliches Leben, dies mein Denken Empfinden -

Tela -
wie schwer mir das essen fällt, das trinken -

Jan Johan


Jan Johan van Velde
31. Mai 2011
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