hunger
Hunger
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Hunger
Ich will leben. Ich will leben. Doch die Gelder, die sie haben für mich, sagen mir just jenes, sind ein unverhülltes Auslöschen, sagen mir: Sie leben unter diesen Bedingungen, die wir Ihnen sagen. Schon beim Essen, eine unglaubliche Verachtung, die einem entgegenschlägt. Und jeden Tag neu, dieses: Sie müssen sich ernähren wie wir wollen, und wir sagen Ihnen: Sie müssen sich anders ernähren als wir, die wir Geld haben und Arbeit, wir weisen Ihnen die Orte zu, die Tröge: Sie gehen zum Discounter. Für uns haben wir andere Orte.
Was auffällt: ich kann kaum variieren, mich nicht abwechslungsreich und gesund ernähren. Einkaufen, das ist ein Standardprogramm, Eiweiß und Vitamine, Ballaststoffe: und ist nicht ein: was esse ich heute, was koche ich heute. Die Nahrungsmittel sind vom Discounter und haben keine hohe Qualität.
Wie viele Joule für einen Taler, wie werde ich satt: und nicht nur so etwa. Auch, zwei Äpfel am Tag, das ist fast zu teuer für mich. Jeden Tag ein schauen, überlegen, rechnen, jeden Tag an der Grenze: was essen, was trinken, wie: überleben.
Und immer, dieser Hunger nach frischen Kräutern, nach Gemüsen, Früchten. Dieser Hunger nach komplexen Geschmackserlebnissen, nach einem essen in Würde. Dieser Hunger nach vernünftigem gesunden essen: und ist essen nicht, das ich habe, in diesen Jahren – der Duft von Pizza, Sellerie mit saurer Sahne und Pfeffer, Spinat Salat mit einer Sauce aus Olivenöl und Zitrone: nicht zu realisieren unter den Bedingungen des Tages.
Olivenöl, zwei Taler 5 Groschen:
unerschwinglich.
Pfefferkörner, 1 Taler 8 Groschen:
unerschwinglich
Hunger. Jeden Tag an dieser Grenze: Hunger. Essen, um nicht zu sterben, und sind Farben nicht, ist Duft nicht, ist ein: Freuen nicht, da ich esse –
1000 ml Milch
200g Hüttenkäse
250 g Quark
300 g Gemüse
125 g Camembert, und ist bitterste Industrieware,
250 g Roggenbrot
Multivitaminsaft, 200 ml
1 Apfel
Tee
zusammen,
4 Taler, 5 Groschen
van Velde, Dienstag 3. Januar 2005
neu veröffentlicht 27. November 2010
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Hunger
Ich will leben. Ich will leben. Doch die Gelder, die sie haben für mich, sagen mir just jenes, sind ein unverhülltes Auslöschen, sagen mir: Sie leben unter diesen Bedingungen, die wir Ihnen sagen. Schon beim Essen, eine unglaubliche Verachtung, die einem entgegenschlägt. Und jeden Tag neu, dieses: Sie müssen sich ernähren wie wir wollen, und wir sagen Ihnen: Sie müssen sich anders ernähren als wir, die wir Geld haben und Arbeit, wir weisen Ihnen die Orte zu, die Tröge: Sie gehen zum Discounter. Für uns haben wir andere Orte.
Was auffällt: ich kann kaum variieren, mich nicht abwechslungsreich und gesund ernähren. Einkaufen, das ist ein Standardprogramm, Eiweiß und Vitamine, Ballaststoffe: und ist nicht ein: was esse ich heute, was koche ich heute. Die Nahrungsmittel sind vom Discounter und haben keine hohe Qualität.
Wie viele Joule für einen Taler, wie werde ich satt: und nicht nur so etwa. Auch, zwei Äpfel am Tag, das ist fast zu teuer für mich. Jeden Tag ein schauen, überlegen, rechnen, jeden Tag an der Grenze: was essen, was trinken, wie: überleben.
Und immer, dieser Hunger nach frischen Kräutern, nach Gemüsen, Früchten. Dieser Hunger nach komplexen Geschmackserlebnissen, nach einem essen in Würde. Dieser Hunger nach vernünftigem gesunden essen: und ist essen nicht, das ich habe, in diesen Jahren – der Duft von Pizza, Sellerie mit saurer Sahne und Pfeffer, Spinat Salat mit einer Sauce aus Olivenöl und Zitrone: nicht zu realisieren unter den Bedingungen des Tages.
Olivenöl, zwei Taler 5 Groschen:
unerschwinglich.
Pfefferkörner, 1 Taler 8 Groschen:
unerschwinglich
Hunger. Jeden Tag an dieser Grenze: Hunger. Essen, um nicht zu sterben, und sind Farben nicht, ist Duft nicht, ist ein: Freuen nicht, da ich esse –
1000 ml Milch
200g Hüttenkäse
250 g Quark
300 g Gemüse
125 g Camembert, und ist bitterste Industrieware,
250 g Roggenbrot
Multivitaminsaft, 200 ml
1 Apfel
Tee
zusammen,
4 Taler, 5 Groschen
van Velde, Dienstag 3. Januar 2005
neu veröffentlicht 27. November 2010
Frieder - 27. Nov, 13:11
