unsicher um mich schauend
Unsicher um mich schauend -
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Unsicher um mich schauend am 2. Januar
Die Noth und das blanke Entsetzen begleiten mich, da ich gehe, in diesen trüben Nachmittag hinein. Ich gehe in Lumpen, und nur die Strümpfe und Unterkleider sind von mir ausgesucht, von mir: bezahlt –
Ich gehe in Lumpen, gehe in Kleidern, die andere trugen vor mir – das Hemd, der Pullover, die Hose. Der Mantel, den ich fand: in der Kleiderstube der Inneren Mission. Die Turnschuhe, die ich zwei Jahre von hier kaufte, für ein Dauerlaufen im Bürgerinnen Park, und comptoire, ich: kam nicht dazu. Und trage diese Schuhe auf, jetzt, und die Sohlen werden dünner und dünner: da ich gehe. Und ich gehe, weil ich nicht zu bezahlen vermag: eine Fahrt mit der Straßenbahn.
Ich gehe in Lumpen. Noth und blankes Entsetzen begleiten mich.
Unsicher um mich schauend –
ich vermag mich nicht zu schützen, nicht mit dem Arbeitslosengeld, das sie mir geben. Für Hustensaft, für Vitaminpräparate, für jenen wie wunderbaren Sanddorn Sirup aus dem Reformhaus: habe: ich: kein: Geld –
Was ist das, ein Schal. Was sind Stoffe, Farben. Was ist das, Duft, und was ist Klang, Klang. Einen Schal, ich vermag ihn nicht zu bezahlen. Und erinnere mich, an breite shawls aus weicher Wolle, die mich wärmten, da ich ging –
Unsicher um mich schauend –
ich vermag mich nicht zu schützen, eine Vorsorgeuntersuchung für meine Augen kostet 19 Taler, ich habe, wenn ich sehr genau achtgebe, etwa ein bis zwei Taler pro Tag für ein: aufzuheben –
Was ist das, ein Leben in Freiheit und Würde.
Ich, aber, gehe in Lumpen. Noth und blankes Entsetzen begleiten mich.
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Jan Johan van Velde
geschrieben am 2. Januar 2006
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Unsicher um mich schauend am 2. Januar
Die Noth und das blanke Entsetzen begleiten mich, da ich gehe, in diesen trüben Nachmittag hinein. Ich gehe in Lumpen, und nur die Strümpfe und Unterkleider sind von mir ausgesucht, von mir: bezahlt –
Ich gehe in Lumpen, gehe in Kleidern, die andere trugen vor mir – das Hemd, der Pullover, die Hose. Der Mantel, den ich fand: in der Kleiderstube der Inneren Mission. Die Turnschuhe, die ich zwei Jahre von hier kaufte, für ein Dauerlaufen im Bürgerinnen Park, und comptoire, ich: kam nicht dazu. Und trage diese Schuhe auf, jetzt, und die Sohlen werden dünner und dünner: da ich gehe. Und ich gehe, weil ich nicht zu bezahlen vermag: eine Fahrt mit der Straßenbahn.
Ich gehe in Lumpen. Noth und blankes Entsetzen begleiten mich.
Unsicher um mich schauend –
ich vermag mich nicht zu schützen, nicht mit dem Arbeitslosengeld, das sie mir geben. Für Hustensaft, für Vitaminpräparate, für jenen wie wunderbaren Sanddorn Sirup aus dem Reformhaus: habe: ich: kein: Geld –
Was ist das, ein Schal. Was sind Stoffe, Farben. Was ist das, Duft, und was ist Klang, Klang. Einen Schal, ich vermag ihn nicht zu bezahlen. Und erinnere mich, an breite shawls aus weicher Wolle, die mich wärmten, da ich ging –
Unsicher um mich schauend –
ich vermag mich nicht zu schützen, eine Vorsorgeuntersuchung für meine Augen kostet 19 Taler, ich habe, wenn ich sehr genau achtgebe, etwa ein bis zwei Taler pro Tag für ein: aufzuheben –
Was ist das, ein Leben in Freiheit und Würde.
Ich, aber, gehe in Lumpen. Noth und blankes Entsetzen begleiten mich.
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Jan Johan van Velde
geschrieben am 2. Januar 2006
Frieder - 27. Nov, 12:42
