gehen in diesem Frühling, und bin:
nicht da, so etwa - gebunden in meine
Armut hinein, in die wenigen Gelder,
die sie geben -
und gehe, gehe -
Jan Johan van Velde,
21. März 2011
von der Wirklichkeit getrennt, durch ein:
gehen gegen dieses weiße Rauschen,
das Gesellschaft war, gehen gegen ein:
nicht da, nicht: Gruppe -
Jan Johan van Velde
15. März 2011
Tücher, auch, von Thränen naß, und ausgewrungen
und Du weißt nicht, war es das -
siehst Du Dich und Deinen Mond bezwungen
jeder Blick auf diese Sichel schmerzt: ach laß -
und alle Himmel weinen
Wolken sagen ihre Stoffe zu
bergen jenes Silber ihren Leinen
der Mond, das war doch:
Deine amour fou -
. . . .
. . . .
. . . .
. . . .
was bleibt, sind Deine Klagen
und sind nicht Taler, sind nicht Sterne
was bleibt, ist das, was wir vom Monde sagen
ich athme, daß ich neues Leben lerne -
und athmen, daß ich neues Leben lerne -
Jan Johan van Velde
auch, 17. März 2011
und mag es nicht glauben, und gehe, gehe -
die Silbersichel Mond, und ist: meine amour fou -
und ist nicht, mit mir, in diesen Tagen, diesen
Monaten, da ich jene Texte nicht habe, die andere
mit mir teilen; Texte, die Mond sagen aber -
und bin arm, und sind Bücher nicht für mich,
nicht mehr: nicht mehr, sind Bücher nicht mehr -
Jan Johan van Velde
10. März 2011
Jede Geste geht ins Leere
jeder Blick geht in ein: nichts -
junge Leute, weit, wie über Meere
sind am Ende des Gedichts -
Und ich weiß, ich seh sie nie mehr wieder
- morgen bin ich auf der Bahn -
was mir bleibt, sind meine Lieder
und die Räume, die wir beide sah´n -
Für die Schale sag ich danke,
für das Lächeln Ihrer Blicke -
( daß ich nicht ins Leere wanke
schau ich vorsichtig zurüke - )
Nein, ich habe keine Gelder, kann nicht reisen
lest, wie schwer mir dieses Schreiben fällt -
und ich sehne mich nach meinen leisen
Schreien -
hört, wie laut mein Schmerz-da gellt -
Jan Johan van Velde
7. Januar 2011;
8. Januar 2011
Und ich weiß, ich seh sie nie mehr wieder
- morgen bin ich auf der Bahn -
was mir bleibt, sind meine Lieder
und erinnern, Nachen: weiß auch: Kahn -
Für die Schale sag ich danke,
für das Lächeln Ihrer Blicke -
. . . . . . . .
. . . . . . . .
Jan Johan van Velde
10. Januar 2011
-
es sind die Gelder, ja: ich kann nicht reisen
-
lies, wie schwer mir
_
Textstufe,
sind am Ende des Gedichts -
7. Februar 2011
Textstufe,
ohne, Yarga:
sind am Ende des Gedichts -
17. März 2011
Seit einigen Tagen ist ein Roggenbrot, das ich gerne esse,
um 0.20 Taler teurer geworden je 500 g, ein Pfund kostet
jetzt 1.49 Taler -
Wenn ich zwei Pfund Roggenbrot, von jenem Brot, esse,
und das sind etwa 2000 Kcal, die ich ich brauche, für
einen Tag, zwei Pfund Roggenbrot:
dann fehlen, jetzt, wenn ich jenes Brot esse: und es war das
preiswerteste Roggenbrot, fehlen, jetzt: 0.40 Taler, etwa, für einen Apfel, für eine Birne -
und schrieb, Jan Johan van Velde,
7. Januar 2011
wie lange ich vor zwei Tagen vor den Broten stand,
unschlüssig, weitere 500 g Roggenbrot zu nehmen - und war doch notwendig, nicht zu hungern, jenes zweite Pfund Roggenbrot -
wie lange ich stand, vor den Broten, unschlüssig -
und kostete 1.39 Taler, zwei Pfund, 2.78 Taler -
Jan Johan van Velde
7. Januar 2011
die Spuren von Rost im Schnee, ein Schlitten -
heute morgen, ein klarer Morgen -
die Bäume im Morgenlicht; und war Schnee auf den Zweigen den Ästen, und ist -
die Sonne, und tief am Himmel -
was bleibt, aber, von meiner Biographie, in dieser Kälte,
mit diesem Hunger -
Spuren von Rost im Schnee, ein Schlitten, die Tage meiner Kindheit - und diese Welt, sie ist nicht zugänglich mehr, nicht mit den Geldern, die sie geben -
-
und wieder dies fragen, wie handeln, aus den Räumen heraus, die sie sagen für mich: schon eine Briefmarke,
0.55 Taler, ein Abentheuer -
eine Wollmütze, ein Hemd aus Flanell -
Wie kalt es ist. Wie allein ich bin.
Sonnabend, 18. Dezember 2010
Jan Johan van Velde
die Bibliothek da, wo ich einst lebte, für einige Jahre:
ein Portrait dieser Bibliothek in einem Sammelband: und ich
kann nicht reisen, habe keine Gelder zu reisen:
zurück in meine Welt von damals, die mir Heimat war
und vielleicht noch ist -
die Gesellschaft bindet mich in eine Welt von wenigen Kilometern, bindet mich in eine Stadtlandschaft,
macht mich: allein -
und habe kein Geld, und kann nicht reisen -
16. Dezember 2010
Jan Johan van Velde
Schutzlos gehe ich durch die Straßen. Wie kalt es ist. Und möchte nicht verhungern, nicht verdursten:
daß ich dies schreibe -
Roggenbrot, fünfhundert Gramm, fünfundzwanzig Gramm
Eiweiß, eintausend kcal;
1.70 Taler.
Marzipan, einhundertfünfundzwanzig Gramm, zehn Gramm Eiweiß, etwa 500 kcal;
0.65 Taler
Käse, neunzig Gramm, zwanzig Gramm Eiweiß, dreihundert
kcal;
0.89 Taler
Weizenbrötchen
0.30 Taler
ZUSAMMEN
3.54 Taler
Montag, 13. Dezember 2010
Jan Johan van Velde