Montag, 21. März 2011

gehen

gehen in diesem Frühling, und bin:
nicht da, so etwa - gebunden in meine
Armut hinein, in die wenigen Gelder,
die sie geben -

und gehe, gehe -

Jan Johan van Velde,
21. März 2011

Dienstag, 15. März 2011

gehen

von der Wirklichkeit getrennt, durch ein:
gehen gegen dieses weiße Rauschen,
das Gesellschaft war, gehen gegen ein:
nicht da, nicht: Gruppe -

Jan Johan van Velde
15. März 2011

Freitag, 11. März 2011

der Mond scheint nicht für Arme

Tücher, auch, von Thränen naß, und ausgewrungen
und Du weißt nicht, war es das -
siehst Du Dich und Deinen Mond bezwungen
jeder Blick auf diese Sichel schmerzt: ach laß -

und alle Himmel weinen
Wolken sagen ihre Stoffe zu
bergen jenes Silber ihren Leinen
der Mond, das war doch:
Deine amour fou -

. . . .
. . . .
. . . .
. . . .


was bleibt, sind Deine Klagen
und sind nicht Taler, sind nicht Sterne
was bleibt, ist das, was wir vom Monde sagen
ich athme, daß ich neues Leben lerne -

und athmen, daß ich neues Leben lerne -

Jan Johan van Velde
auch, 17. März 2011

Donnerstag, 10. März 2011

der Mond scheint nicht für Arme

und mag es nicht glauben, und gehe, gehe -

die Silbersichel Mond, und ist: meine amour fou -
und ist nicht, mit mir, in diesen Tagen, diesen
Monaten, da ich jene Texte nicht habe, die andere
mit mir teilen; Texte, die Mond sagen aber -

und bin arm, und sind Bücher nicht für mich,
nicht mehr: nicht mehr, sind Bücher nicht mehr -

Jan Johan van Velde
10. März 2011

Freitag, 7. Januar 2011

Gast sein

Jede Geste geht ins Leere
jeder Blick geht in ein: nichts -
junge Leute, weit, wie über Meere
sind am Ende des Gedichts -

Und ich weiß, ich seh sie nie mehr wieder
- morgen bin ich auf der Bahn -
was mir bleibt, sind meine Lieder
und die Räume, die wir beide sah´n -

Für die Schale sag ich danke,
für das Lächeln Ihrer Blicke -
( daß ich nicht ins Leere wanke
schau ich vorsichtig zurüke - )

Nein, ich habe keine Gelder, kann nicht reisen
lest, wie schwer mir dieses Schreiben fällt -
und ich sehne mich nach meinen leisen
Schreien -
hört, wie laut mein Schmerz-da gellt -


Jan Johan van Velde
7. Januar 2011;
8. Januar 2011

Und ich weiß, ich seh sie nie mehr wieder
- morgen bin ich auf der Bahn -
was mir bleibt, sind meine Lieder
und erinnern, Nachen: weiß auch: Kahn -

Für die Schale sag ich danke,
für das Lächeln Ihrer Blicke -
. . . . . . . .
. . . . . . . .

Jan Johan van Velde
10. Januar 2011

-

es sind die Gelder, ja: ich kann nicht reisen

-

lies, wie schwer mir
_

Textstufe,
sind am Ende des Gedichts -
7. Februar 2011

Textstufe,
ohne, Yarga:
sind am Ende des Gedichts -
17. März 2011

Teuerung

Seit einigen Tagen ist ein Roggenbrot, das ich gerne esse,
um 0.20 Taler teurer geworden je 500 g, ein Pfund kostet
jetzt 1.49 Taler -

Wenn ich zwei Pfund Roggenbrot, von jenem Brot, esse,
und das sind etwa 2000 Kcal, die ich ich brauche, für
einen Tag, zwei Pfund Roggenbrot:

dann fehlen, jetzt, wenn ich jenes Brot esse: und es war das
preiswerteste Roggenbrot, fehlen, jetzt: 0.40 Taler, etwa, für einen Apfel, für eine Birne -

und schrieb, Jan Johan van Velde,
7. Januar 2011

Brot

wie lange ich vor zwei Tagen vor den Broten stand,
unschlüssig, weitere 500 g Roggenbrot zu nehmen - und war doch notwendig, nicht zu hungern, jenes zweite Pfund Roggenbrot -

wie lange ich stand, vor den Broten, unschlüssig -

und kostete 1.39 Taler, zwei Pfund, 2.78 Taler -

Jan Johan van Velde
7. Januar 2011

Samstag, 18. Dezember 2010

was bleibt

die Spuren von Rost im Schnee, ein Schlitten -
heute morgen, ein klarer Morgen -

die Bäume im Morgenlicht; und war Schnee auf den Zweigen den Ästen, und ist -

die Sonne, und tief am Himmel -

was bleibt, aber, von meiner Biographie, in dieser Kälte,
mit diesem Hunger -

Spuren von Rost im Schnee, ein Schlitten, die Tage meiner Kindheit - und diese Welt, sie ist nicht zugänglich mehr, nicht mit den Geldern, die sie geben -

-

und wieder dies fragen, wie handeln, aus den Räumen heraus, die sie sagen für mich: schon eine Briefmarke,
0.55 Taler, ein Abentheuer -

eine Wollmütze, ein Hemd aus Flanell -

Wie kalt es ist. Wie allein ich bin.

Sonnabend, 18. Dezember 2010
Jan Johan van Velde

Donnerstag, 16. Dezember 2010

raeume

die Bibliothek da, wo ich einst lebte, für einige Jahre:

ein Portrait dieser Bibliothek in einem Sammelband: und ich
kann nicht reisen, habe keine Gelder zu reisen:
zurück in meine Welt von damals, die mir Heimat war
und vielleicht noch ist -

die Gesellschaft bindet mich in eine Welt von wenigen Kilometern, bindet mich in eine Stadtlandschaft,
macht mich: allein -

und habe kein Geld, und kann nicht reisen -

16. Dezember 2010
Jan Johan van Velde

Montag, 13. Dezember 2010

gehen

Schutzlos gehe ich durch die Straßen. Wie kalt es ist. Und möchte nicht verhungern, nicht verdursten:
daß ich dies schreibe -

Roggenbrot, fünfhundert Gramm, fünfundzwanzig Gramm
Eiweiß, eintausend kcal;
1.70 Taler.

Marzipan, einhundertfünfundzwanzig Gramm, zehn Gramm Eiweiß, etwa 500 kcal;
0.65 Taler

Käse, neunzig Gramm, zwanzig Gramm Eiweiß, dreihundert
kcal;
0.89 Taler

Weizenbrötchen
0.30 Taler

ZUSAMMEN
3.54 Taler

Montag, 13. Dezember 2010
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