( mag sein der Beginn eines Gedichtes, aus dem Archiv )
sag wie bewahrt das Leben seinen Zauber /
für einen, der kein Geld hat, um Blumen zu verschenken -
Jan Johan van Velde,
27. Mai 2011
Teal,
doch noch -
jenes Schaf, liegend, und war: herzig, würde man in der Schweiz schreiben, yö - und dabei so wunderbar gearbeitet, ein recht junges Schaf -
ist nicht mehr im Programm, und war in den vergangenen Monaten
oft dagewesen, im Laden, und hatte es angeschaut, und hatte keine
Gelder, vielleicht auch nicht den Mut, es zu: kaufen -
was ist das, liebhaben, für ein kleines Kind, und für mich, van Velde:
ich wäre nicht so allein gewesen, etwa -
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was ich bisher nicht schrieb, Teal: verlieben, ich, van Velde,
nicht mit den Geldern, die sie mir geben: und ist Grauen, Grauen -
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Johan Jan van Velde,
27. Mai 2011
Marie - Louise, in, Teal;
30. Mai 2011
Veal,
heute ging ich nicht jene Wege, die ich ging in den
vergangenen Tagen; mag sein, der Schmerz war zu gross: ach all die Pfingstrosen in den Gärten, die noch kleinen Kugeln, sich öffnende Blüten, dann: in der Stunden der Erfüllung, pivoines blanches -
wie oft habe ich sie verschenkt, in Jahren, und wie fern sind sie jetzt, hinter Zäunen: Zäunen -
und kann sie mir nicht kaufen, auf dem Blumenmarkt, in den Läden, und habe keine Gelder -
was ist das, leben, was heisst: sich finden in einer Gesellschaft, sein Selbst finden entwickeln teilen und wiederum, finden, entwickeln -
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was ist das für ein Leben, und habe kein Geld, um zu schenken, um Blumen zu schenken -
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Veal, bitte, grüssen Sie Etam: wie kühl es heute ist, geregnet hat es, einige Male, und recht deutlich: bedeutsam für jene, die gärtnern, waren doch der ausgehende Winter und der Frühling zu trocken -
und ich, van Velde, wurde erinnert, so kühl war es, an den Winter der war, und mein Hoffen Bemühen um ein Flanellhemd, das dann war, recht spät im Winter -
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schreiben, um mich zu sagen; schreiben, um nicht zugrunde zu gehen, mag sein -
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Jan Johan van Velde
27. Mai 2011
Marie - Luise, in,
Veal; Talke, in, Etam, 30. Mai 2011;
Jan Johan van Velde
30. Mai 2011
verändert; nicht mehr,
, die ja Gärtnerin ist:
verändert; nicht mehr,
schön für jene; bedeutsam für jene
30. Mai 2011
Angst
Ach, Jael -
Angst, mit den wenigen Geldern zu leben; die Angst, mein
Ich als soziales Wesen zu verlieren: allein zu sein -
nicht richtig ernährt, ohne frisches Gemüse, Obst -
Jan Johan van Velde
24. Mai 2011
und ich kehre zurück in Räume, in Angst
und Bedrängnis; in Angst und Bedrängnis
kehre ich zurück in Räume -
was ist das, wohnen, was ist das, wohnen,
mit den Geldern, die sie mir geben -
in Angst und Bedrängnis -
Jan Johan van Velde
23. Mai 2011
jeder Schritt den ich geh /
tut weh
jedes athmen ist schwer /
sehr
ausgebürgert im eigenen Land,
gehe ich in Lumpen, Sie sehen: da
geht einer, second hand, und schwer
sind seine Schritte -
und ich gehe, gehe: und jeder Schritt
den ich geh tut weh: Leute auf Fahr-
rädern, und: ich: habe: kein: Geld:
für ein Fahrrad, und ist schlimm, so
sehr schlimm, und fahren vorbei, viele,
in diesem frühen Sommerabend, und ich
gehe, gehe -
eine Libelle, die erste des Jahres, Hecken-
rosen schon, gelbe Lilien am Wasser, und
das Abendlicht in den Gräsern -
und ich gehe, gehe in Lumpen, und ich habe
kein Zuhause in dieser Gesellschaft: kein
Zuhause -
vollkommen allein mit meiner Armut, meinen
Schwierigkeiten, gehe ich meine Verzweiflung,
gehe ich meine Hoffnung auf Licht auf Blike,
gehe ich meine Hoffnung auf jene so sehr vielen Grüns,
in diesen frühen Abend: und bin allein, so sehr allein -
Jan Johan van Velde
10. Mai 2011
( Entwurf )
ich gehe meine Schritte in die Welt
gemessen wohl am Abrieb meiner Sohlen
für den Schuster fehlt mir Geld
es ist, als schriebe ich auf Stein mit Kohlen -
kaum, daß Tinten und Papiere
und habe Angst, daß ich verliere
das, das doch mein eigen ist:
den Wind, die Wolken:
das, von dem ihr wißt . . . .
Jan Johan van Velde,
29. April 2011
die ersten Buschwindröschen, im Stadtpark,
frühe Grüns in Büschen -
das harte, noch schattenlose Licht
des frühen April, ein schwindend
Craquelée der Bäume -
holde Anemonen, so etwa,
Elisabeth Langgässer -
Jan Johan van Velde
Sonnabend, 2. April 2011
und gehe in meine Angst hinein,
was soll werden -
wie müde ich bin,
zerschlagen etwa,
und, wie schwierig
das Leben ist,
wie so sehr schwierig -
Jan Johan van Velde
31. März 2011
und gehe, und bin voller Angst -
und lebe von Tag zu Tag,
von Mangel zu Mangel - ein Hemd,
und eine neue Brille, die Untersuchungen
der Augen, Vorsorge -
und die Schuhe, die Schuhe müssen bald
besohlt werden -
Jan Johan van Velde
Freitag, 25. März 2011